
Melrose - am Busen der Natur
Kaum zurück auf der Straße (leichter Niesel)
kann ich den ersten Blick auf die Forth Rail Bridge erhaschen,
wenig später fahre ich selbst über die moderne Forth
Road Bridge und nehme die markante rote Eisenbahnbrücke genauer
in Augenschein. Schnurgerade führt die A90 durch einen Grüngürtel
(zur Not wäre hier vielleicht noch ein Zeltplätzchen
zu finden gewesen) bis ins Zentrum Edinburghs, geradewegs Richtung
Princes Street. Bei McDonald's stärke ich mich mit heißem
Apfelstrudel mit Eis, einen Burger verkneife ich mir lieber in
der Befürchtung, er könne "wahnsinnig" gut
sein. Nachdem die Touristeninfo nichts weiter bringt, mache ich
mich auf den Weg zur Burg, wo trotz des immensen Eintrittspreises
von 5,50 £ ein Riesenandrang herrscht. Den Eingang "bewachen"
drei Soldaten, zwei stehen vor den Wachhäuschen, einer rennt
immer hin und her und zupft seine Kollegen nach jedem Windhauch
zurecht, außerdem posiert er bereitwillig als Fotomodell.
Von der Burg herunter hat man einen tollen Überblick über
Edinburgh, ansonsten ist wenig los. Die größte Attraktion
auf der Burg ist vielleicht die zufällig anwesende Gruppe
Japanerinnen in Kimonos, abgesehen von den Krönungsinsignien.
Auf der Royal Mile erstehe ich ein schottisches Stoff-Fähnchen
nebst einer Schottenmütze als nützliches Andenken.